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Also doch: Amazon macht ernst mit Drohne

Also doch: Amazon macht ernst mit Drohne

Amazon hat Antrag bei FAA gestellt

Es war also doch kein Aprilscherz. Der Versand-Riese Amazon will jetzt offenbar ernst machen mit der Drohnen-Auslieferung. Konkret geht es um die Ausweitung eines Feldversuches zum Betrieb von zivilen Drohen dür die Kundenbelieferung. Genau dafür hat Amazon bei der US Flugaufsicht FAA ein Gesuch gestellt.

Laut einer Mitteilung der FAA ist die Auslieferung von Bestellungen, welche weniger als 2,3 KG wiegen per Drohnen geplant. Die unbemannten Fluggeräte sollen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen. Ziel soll die schnellstmögliche Belieferung der Kunden sein. Vom Gewicht her, wäre es Amazon theoretisch möglich 86% aller Bestellungen auf diese Art auszuliefern.azon in dem Schreiben feststellte.

Die FAA als Spielverderber

Im Gegensatz zu Europa , ist der zivile Drohnenverkehr in den USA bisher komplett verboten. Fliegen ist nur mit Spezialbewilligungen erlaubt. Dies soll vorläufig auch so bleiben, hiess es von der FAA. Die Behörde plant nicht, ein Projekt in der Art wie das von Amazon angestrebt wird, zu genehmigen.

Amazon ist nach eigenen Angaben derzeit nur in der Lage, das Projekt auf dem eigenen Testgelände oder in anderen Ländern zu erproben. Das Unternehmen erhöht aber den Druck auf die US-Behörden: Amazon möchte den Schwerpunkt, die Arbeitsplätze und die Investitionen dieses wichtigen Projektes in den USA halten und die Forschung und Entwicklung im Raum Seattle weiterführen, hiess es in dem Schreiben, das vom Amazon-Spitzenmanager Paul Misener unterzeichnet wurde.

Drohne am Public Viewing: Polizei ermittelt

Drohne am Public Viewing: Polizei ermittelt

Immer mehr Private haben Drohen. Dies führt zu einem Sicherheitsrisiko. Eine Folge davon sind immer mehr Verzeigungen. In Zürich leitet die Stadtpolizei Ermittlungen wegen eines aktuellen Falles ein.

Während unten auf der Zürcher Lanngstrasse die Menschenmenge am Public Viewing den 3:0 Sieg der Schweiz über Honduras feierten, kreiste über deren Köpfe eine Drohne, wie mehrere Besucher schilderten. Schnell machte in den Sozialen Medien das Gerücht die Runde, es handle sich um eine Drohne der Zürcher Stadtpolizei.

Auch bei einem Stones-Konzert

Das wäre für die Polizei aber gar nicht erlabt. Den es gibt ein spezielles Dienstreglement, in welchem geregelt ist, in welchen Fällen die Mulitkopter – wie Drohnen auch genannt werden – eingsetzt werden dürfen. So dürfen Drohnen zum Beispile für den unfalltechnischen Dienst genutzt werden, nicht aber bei Events und Demonstrationen. Einzige Ausnahme sind Geiselnahmen und Entführungen.

Weil es also keine Polizei-Drohne war, hat die Stadtpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Kurz darauf, gab es eine Selbstanzeige vom Drohnenpilot. Darauf wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt, weil es keine Anzeige von einem Besucher des Public Viewings gab.

Minidrohnen sind unter privaten Nutzern derzeit en vogue. Das spürt man auch bei der Polizei. «Der Trend ist eindeutig steigend», sagt Cortesi. Ab und zu komme es deshalb auch zu Verzeigungen. Beim Konzert der Rolling Stones im Letzigrund Anfang Juni beispielsweise beschlagnahmte die Polizei den Chip einer fliegenden Kamera. Der «Pilot» wurde verzeigt.

Das Recht am eigenen Bild

Weil Minidrohnen immer verbreiteter sind, hat das Bazl bereits vor 5 Jahren strengere Richtlinien erlassen. Ohne Bewilligung dürfen nur Drohnen die weniger als 30 KG schwer sind fliegen. Ausserdem dürfen die Multikopter nur auf Sicht geflogen werden. Die Luftaufnahmen tangieren aber auch den Persönlichkeitsschutz. Die Kameras, welche die Drohen meist mitführen, sind sehr hochauflösend und es ist möglich auf den Luftfotos Menschen zu erkennen. Deshalb braucht es eine Bewilligung der Betroffenen wenn Aufnahmen von Personen und Grundstücken gemacht werden.

Drohnen-Flüge brauchen neu eine Bewilligung

Drohnen-Flüge brauchen neu eine Bewilligung

Für Drohnen, die sich Menschenansammlungen auf weniger als hundert Meter nähern, braucht es neu eine Bewilligung. Damit reagiert das Bazl auf die wachsende Zahl solcher Flugobjekte.

Drohnen, die Menschenansammlungen nahe kommen, brauchen künftig eine Bewilligung.

Wer eine Drohne über einer Menschenmenge in den Himmel steigen lassen will, muss dafür künftig beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) eine Bewilligung beantragen. Per 1. August wird die Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien entsprechend angepasst, wie das Bazl am Donnerstag bekannt gab.

Damit reagiere man auf die Besorgnis in der Bevölkerung über die wachsende Zahl von Drohnen am Himmel in der Schweiz. Die Bewilligung wird erteilt, wenn alle Vorkehrungen getroffen wurden, dass im Fall von technischen Problemen keine Drittpersonen gefährdet werden.

Die neue Regelung gilt für Drohnen mit einem Gewicht von 500 Gramm bis 30 Kilogramm. Für Drohnen mit einem höheren Gewicht oder mit Steuerung ohne direkten Augenkontakt ist wie bereits heute eine Sonderbewilligung durch das Bazl nötig.

Quelle: 20Minuten Online 10.7.2014